Verabschiedung von Heiner Fehlker

Am Sonntag, 15. Jan., wurde unser  Pastoralreferent Heiner Fehlker offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Nach einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche war im Anschluss noch Gelegenheit gegeben Herrn Fehlker gute Wünsche mit auf den Weg zu geben.

 

Pfarrer F. J. Durkowiak schrieb zu der Verabschiedung folgendes:

Lieber Heiner!

Pfarrer Clemens Fabry hat mich Ende September des letzten Jahres sehr gewarnt, zu Deinem silbernen Orts-jubiläum Anfang Oktober eine eigene Laudatio zu schreiben - nicht, weil er sie Dir nicht gegönnt hätte, sondern mit der Begründung: “Dann hast Du schon alles gesagt, und dir fällt nichts Neues mehr ein bei der Verabschiedung.”

Hat der eine Ahnung! Aber wie sollte er auch!  Er wird sich sicher sehr freuen, von Seiten Deiner Persönlichkeit, von Seiten Deiner Arbeit zu erfahren, die zeigen, was Du für
St. Marien warst und bist und bleibst. Er hat  ja im fernen Bangkok nicht erlebt, wie sich die Jugendarbeit in
St. Marien entwickelt hat, begleitet von einer gutdosierten Balance von “Zeigen, wo es langgeht” und “Zulassen, ja Fördern von Phantasie und Kreativität”, von einer Balance von “Korrektur” und “Fünfe gerade sein lassen”, einer Balance, die Dir und Deiner Arbeit zu verdanken ist. Wie anders als mit solcher Balance wäre zu verstehen, was die Jugend St. Marien - zumal in den letzten sechs / sieben Jahren - kompetent gemacht hätte, selbstständig auch wirklich große Projekte zu planen und durchzuführen: “Waltrop probt den Ernstfall”, “Caesar kommt”, “Nikolausaktion”, nicht zu vergessen die “Big-Bagger-Aktion”, die Waltrop das Mahnmal für die Frauen und Kinder des Nazi-Frauenlagers Holthausen beschert hat.

Du bist es, der - sicher nach ausführlichem Studium - eine Methode der Firmvorbereitung entwickelt hat, an die ich selbst und meine Generation vor 3o Jahren nicht im entferntesten gedacht haben. Du hast - um nur einen Gesichtspunkt aufzugreifen - Jugendliche und sehr junge Erwachsene motiviert, Firmkandidatinnen und -kandidaten auf ihrem Weg zum Empfang des Sakramentes als Katechetinnen und Katecheten zu begleiten, So waren es Jugendliche, die miteinander über ihren Glauben gesprochen haben, was für die Betreuten wenigstens ebenso überzeugend war, als hätten hochgebildete Theologen solche Betreuung geleistet.
Es ist bemerkenswert, dass Du nicht nur mit Deiner Predigt die Menschenfreundlichkeit Gottes zur Sprache gebracht hast, sondern - und genau das wirkt ja so überzeugend - auch durch Dein Tun - zum Beispiel im Einsatz für die Aktion DER LADEN, deren Gelingen nicht zuletzt Deine Handschrift trägt. Und umgekehrt: Das konkrete Tun in der Hinwendung zu Bedürftigen wurde und wird immer wieder eingeleitet und begleitet durch das gemeinsame Gebet des LADEN-Teams - benediktinisch im besten Sinne des ORA-ET-LABORA-Wortes des hl. Benedikt.

Auch als sogenannter Laie im Weinberg des Herrn hast Du Dich nicht gescheut, bei liturgischem Einsatz auch ein liturgisches Gewand zu tragen, worin ich selbst jedenfalls eine wesentliche Hilfe sehe im Dienst der Verkündigung. So konnte - zumindest leichter - verstanden werden, dass da nicht irgendwer wenn auch noch so kluge Gedanken vortrug, sondern ein vom Bischof Beauftragter Frohbot-schaft verkündete. Ohne das belegen zu können, bin ich sicher, dass so der Einsatz von Laien beim Dienst der kirchlichen Beerdigung sehr viel leichter - in Waltrop völlig problemlos - hat angenommen werden können.
Lieber Heiner, Dein umfassendes Verständnis von pastoraler Arbeit hat Dich in unterschiedlichen Bereichen präsent sein lassen. So werden sich mit mir viele Menschen gern und dankbar an Dich erinnern,  Menschen innerhalb unserer Gemeinde, aber auch darüber hinaus angesichts Deiner Zusammenarbeit mit den Jugendseelsorgern des Dekanates, aber auch mit dem Jugendamt der Stadt und dem KiJuPa.
Im Namen des Seelsorgeteams unserer Gemeinde St. Peter danke ich Dir sehr herzlich und freue mich, dass Du Spuren hinterlässt, die auch in Zukunft so Manchen aufmerken und aufatmen lassen, ermutigt von der Position des Glaubens, für die Du standest und stehst.
Dir und Deiner Frau Annette wünschen wir eine gute Zukunft, in der Du Dich froh und zugleich demütig erinnern mögest, dass Du Dich verdient gemacht hast um St.Marien/
St. Peter und darüber hinaus um die Menschen dieser Stadt.

Halleluja!
Franz J. Durkowiak - für das Seelsorgeteam der Gesamtgemeinde St. Peter

Fotograf / in (c): 
Fotos vom: 
Samstag, 14. Januar 2012

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