Ein Rückblick: „WeG“ in unserer Gemeinde
In 2007 tauchten die Begriffe „Wege erwachsenen Glaubens (WeG) “ erstmals in unserer Gemeinde auf. Als wir den damaligen Pfarrgemeinderäten das WeG-Konzept vorstellten, ernteten wir manch fragenden und auch skeptischen Blick. Vor allem, da es ja um Erwachsene ging –also auch um alle Anwesenden- war eine gesunde Zurückhaltung sicher nicht fehl am Platz. Und: Vieles am WeG-Konzept ist zunächst fremd und ungewohnt, vor allem auch die Vorstellung, mit anderen über eigene Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen. Und was heißt, sich auf eine persönliche Beziehung zu Gott einzulassen?
Obwohl sicherlich nicht jeder schon eine klare Vorstellung von dem Neuen hatte (was im Übrigen auch für uns gilt, stellen sich in der Praxis doch immer wieder neue Fragen), gab es eine klare Entscheidung, mit WeG in Waltrop zu beginnen.
Wir, im Anfang Ria Pauly, Anette und Karsten Jaeger, hatten WeG auf unterschiedliche Weise kennen gelernt und sind davon überzeugt, dass WeG ein guter Baustein für eine zukünftige Gestalt von Gemeinde ist, auch hier in Waltrop. Deshalb waren wir bereit, uns an die Umsetzung zu wagen, mehr Interessierte für ein Team zu sammeln und viele Gruppierungen über diesen neuen Weg der Glaubensweitergabe zu informieren. Schließlich bereiteten wir uns als 8-köpfiges Team für einen ersten Glaubenskurs vor, der dann in der Fastenzeit 2008 über acht Wochen mit ca. 35 Teilnehmern stattfand. „Neu aufbrechen“ – so die Überschrift über diesen Kurs, galt genauso auch für uns als Team, machten wir doch selber auch viele neue und bereichernde Erfahrungen. Die beiden Gottesdienste als fester Bestandteil des Kurses boten die Möglichkeit, konkrete Schritte des Glaubens zu gehen, und nicht nur im „Reden drüber“ steckenzubleiben. Die Teilnehmerstimmen am Ende zeigten, dass für Viele tatsächlich „Neues“ aufgebrochen war, und dass es gut tat, sich einzulassen.
Einige Kommentare im Originalton:
„Gott und Glauben haben einen größeren Raum in meinem Alltag bekommen. Immer habe ich geglaubt, dass man sich diesem „großen“ Thema erst widmen kann, wenn ich „bibelfest“ bin. Ich traue mich nun, mich unbedarfter mit Gott zu beschäftigen.“
„Es war mein erster Glaubenskurs, und ich fand ihn gut. Neues Erkennen und Nachdenken über die angebotenen Texte. Ich werde sicher das Heft (= geistliches Begleitheft für die Teilnehmer) noch öfter zur Hand nehmen. Danke für die Abende.“
„Ich werde jetzt öfter Zeiten der Stille reservieren.“
Nach den ermutigenden Erfahrungen und mit Unterstützung des Pfarrgemeinderates wurde in der Fastenzeit 2010 der zweite Glaubenskurs durchgeführt.